„Nicht daran, wie einer von Gott redet, erkenne ich, ob seine Seele durch das Feuer der göttlichen Liebe gegangen ist, sondern daran, wie er von irdischen Dingen spricht.“ (Simone Weil).
C 3. Ostersonntag 14.04.2013 Sie können den Mund nicht halten. Trotz Redeverbots verkünden die Apostel in Jerusalem nach der Auferstehung Jesu von Jesus Christus. Das bringt sie in Bedrängnis und Schwierigkeiten. Sie stoßen nicht nur auf offene Ohren oder Herzen, sondern auch auf den Widerstand. Sie werden eingesperrt, schikaniert, verhört, eingeschüchtert. Doch das kann sie nicht stoppen: „Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen“.
In unserer Elisabethkirche findet sich eine beeindruckende Darstellung des Auferstandenen mit Thomas. Der Nürnberger Bildhauer Louis Rauschhuber hat den Thomas - Altar 1961 aus dem Stein geschlagen. Er stellt uns das Evangelium vor Augen, in dem es ja um das Sehen und nicht sehen, um das glauben und nicht glauben geht, vor Augen.
Ein paar Frauen machen sich auf den Weg zum Grab. Doch als sie dort ankommen, ist es offen, leer. Mit einem leeren Grab können sie nichts anfangen. Jetzt könnten sich freuen, oder an ein Wunder glauben - das tun sie nicht.
Karfreitag 29.03.2013 In ihrem Roman "Aller Tage Abend" lässt Jenny Erpenbeck ihre Hauptfigur ihre (zunächst namenlose) Protagonistin sterben - nur um sie in eingeschobenen "Intermezzi" wiederzubeleben und ihrem möglichen Leben weiter zu folgen. Die Autorin wendet den Möglichkeitsmodus an und stürzt sich in das Abenteuer eines philosophischen Gedankenexperiments, die erzählerische Realisierung verschiedener Todesschicksale ein und derselben Person.
Christ sein heißt miteinander essen. Diese Kurzformel hat der Theologe Franz Mußner geprägt. In der Feier vom Letzten Abendmahl wird uns dies gezeigt.
Am Ende des Lukasevangelium prägt sich uns das Bild des Auferstandenen ein.
C Pfingsten 19.05.2013 Bunt und vielseitig ist das Wirken des Heiligen Geistes. Die Lesungen und Lieder bringen diese Fülle zum Ausdruck. Ursprünglich war Pfingsten ein Erntefest. Fünf Früchte des Heiligen Geistes möchte ich ansprechen. Denn die Geister zu unterscheiden ist eine Kunst, die es einzuüben im Leben:
Ratgeber für ein gelingendes Leben verkaufen sich gut. Die Kunst des Lebens ist ein Thema für viele. In der Unübersichtlichkeit der Gegenwart bedrängt den Menschen die Frage, wie das Leben des Einzelnen gelingen kann?