Geboren 1207, gestorben 1231, Feier des Namenstages: 19. November
Elisabeth wurde als Tochter des ungarischen Königs Andreas II. in Sarospatak (Nord-Ungarn) geboren. Mit vier Jahren wurde sie aus heiratspolitischen Gründen auf die Wartburg gebracht. Die Chroniken berichten von ihrem sonnigen Wesen und einer glücklichen Kindheit. Mit 13 Jahren heiratete sie Ludwig, Landgraf von Thüringen. Sie liebte ihn leidenschaftlich und gebar drei Kinder. Neben den Pflichten als Landgräfin kümmerte sich Elisabeth um die Armen und Notleidenden. Im Hungerjahr 1226 ließ sie die Vorratskammern und Speicher der Burg öffnen und verkaufte ihren Schmuck und ihre Kleider, um die ärgste Not zu lindern. Ein solch revolutionäres Handeln wurde von den Adligen nicht verstanden und sie beschimpften Elisabeth als Verschwenderin.
1227 begab sich ihr Mann Ludwig auf den Kreuzzug, wo er auf dem Weg ins Heilige Land starb. Elisabeths Trauer war grenzenlos. Auf der Wartburg übernahm Ludwigs Bruder Heinrich Raspe die Herrschaft. Gegen die nun zügellosen höfischen Sitten auf Kosten der einfachen Bauern und Handwerker protestierte Elisabeth energisch. Sie verließ die Wartburg und baute mit ihrem Witwengeld, das Heinrich Raspe ihr unter dem Druck des Bischofs von Bamberg (Elisabeths Onkel) auszahlte, ein Hospital in Marburg. Radikal lebte sie in selbst gewählter Armut die Nachfolge Christi und stellte ihr Leben ganz in den Dienst der Kranken. Sie schrubbte selbst die Böden und pflegte diejenigen, die sonst niemand berühren wollte. Diese Lebensweise forderte ihren Tribut. Aufgezehrt von der unermüdlichen Sorge für andere, starb Elisabeth im Alter von nur 24 Jahren.
Bereits vier Jahre nach ihrem Tod wurde sie von Papst Gregor IX. heiliggesprochen.