Wir feiern die Heiligen im Himmel und das Evangelium stellt uns mitten unter die Menschen auf dem Berg über dem See von Galiläa.
So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört“ Mit seiner Antwort sagt Jesus anderes und mehr, als die Gesetzeslehrer hören wollten.
Ein „schreckliches Evangelium“!
Menschen, die über Gott nachdenken, sich mit ihm auseinandersetzen, die nicht aufhören, Fragen zu stellen, korrigieren die Vorstellung, Zweifel oder Widerspruch seien Ausdruck mangelnden Glaubens.
Warum haben es manche Worte aus dem Evangelium so schwer mit uns?
Dass jemand über das Wasser geht, taugt für den aufgeklärten Menschen als Vorlage für einen Witz. Es sei denn es geschah im vergangenen Jahr auf der Installation auf dem See Iseo in Norditalien, wo der Künstler Christo drei Kilometer begehbare Folien auf dem Wasser verlegte („the floating piers).
Keine Geschichte ist öfters auf die Ikonen geschrieben: Jesus erstrahlt seinen Jüngern noch vor seiner Passion im österlichen Licht.
Die beiden Gleichnisreden vom Himmelreich berühren das Suchen und das Vertrauen in Gott. Dabei werden zwei Haltungen deutlich:
Kennen Sie den Taumellolch – lolium temulentum ? So heißt das Gras, das zwischen dem gereiften Weizen steht.
Im Gleichnis vom Sämann begegnet uns eine Wirklichkeit Gottes und eine Wirklichkeit unseres eigenen Lebens.